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Kokosöl - das reine Gift?

Es reißt nicht ab, ich wurde gerade gestern wieder auf das YouTube-Video von Prof. Dr. Dr. Michels an der Uni Freiburg angesprochen, dass schon seit einigen Wochen im Internet kursiert und für viel Unruhe gesorgt hat und offensichtlich immer noch sorgt. 

 

Das habe ich zum Anlaß genommen, heute in meinem Newsletter darüber zu schreiben und es in diesem Blog zu integrieren. 

 

Prof. Dr. Dr. Michels klärt über Mythen in ihrem Vortrag auf. Zum Beispiel 'Superfoods sind ihr Geld wert' oder 'Brauner Zucker ist besser als weißer Zucker' oder auch 'Kaffee ist ungesund'. Alles Mythen, die sie nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft korrekt widerlegt hat.

 

Ihre Behauptung: 'Glutenfreie Ernährung führt zu Vitamin- und Mineralmangel', das Gegenteil wird vom Neurologen Dr. David Perlmutter in seinem Buch ‚Dumm wie Brot - Wie Weizen schleichend Ihr Gehirn zerstört‘ mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen belegt. 

 

Ja, sie hat recht bei den gehärteten Fetten, die sind natürlich zu meiden.

Offensichtlich weiß sie aber nicht, dass Butter auch dazu gehört.

Ich hätte es super gefunden, wenn sie auf den großen Omega-6-Überschuss in unserer Ernährung näher eingegangen wäre und zur Aufklärung beigetragen hätte, dass diese Fette bei stetigem Verzehr Entzündungen fördern. Aber sie spricht lieber über das nach ihrer Meinung nach 'giftige Kokosöl'. Dabei unterscheidet sie noch nicht einmal zwischen billigem Industriekokosfett und hochwertigem Bio-Kokosnussöl. Die darin enthaltene gesunde Kraft der 'Laurinsäure' bezeichnet sie als 'völligen Quatsch!'. 

 

Beim Anbraten empfiehlt die Wissenschaftlerin Olivenöl und Rapsöl.

Meine Meinung ist, wer den Geschmack von Kokosöl mag, sollte das Anbraten mit Kokosöl vorziehen, da es sich gerade wegen der gesättigten Fettsäuren besonders gut dazu eignet. Bei großer Hitze entstehen dabei weniger gesundheitsgefährdende Stoffe als beim Olivenöl. Ich verwende nichts anderes als Kokosöl zum Anbraten. 

Und was ist jetzt dran an der Behauptung "Kokosöl ist Gift!" oder 'Das Kokosöl ist einer der schlimmsten Nahrungsmittel, die sie überhaupt zu sich nehmen können' von einer Wissenschaftlerin mit jahrzehntelanger Erfahrung? 

 

Hat Prof. Michels noch nie davon gehört, dass Kokosöl seit Jahrtausenden für viele Völker ein Grundnahrungsmittel ist und dass in Ländern, in denen Menschen Kokosöl immer und auch in größeren Mengen verzehren, viel seltener an Alzheimer erkranken als z.B. bei uns? Studien zeigen auch, dass die Einnahme von mittelkettigen Fettsäuren wie im Kokosöl enthalten sind, bei Alzheimer-Patienten in der Vergangenheit äußerst positive Wirkungen erzielt hat.

 

Ich frage mich auch, ob sie weiß wie gut es den Menschen in Thailand und auf den Philippinen sowie in allen Ländern geht, wo sehr viel Kokosöl konsumiert wird. Davon hat die Wissenschaftlerin offensichtlich noch nie etwas gehört.

Wie schlank und fit diese mit diesem Öl bleiben, ist ihr offenbar entgangen. 

 

Hier setze ich auf meine eigene Erfahrung:

Seit vielen Jahren konsumiere ich Kokosöl in allen möglichen Variationen. 

Meine Ernährungsberatungen zeigen auch deutlich etwas anderes: Meinen Klienten empfehle ich Kokosöl in ihre Ernährung einzubauen und diejenigen, die auf Kokosöl und andere ‚guten’ Fette umgestiegen sind, wurden binnen kürzester Zeit deutlich fitter.

Auch konnten sie wunderbar in Verbindung mit der Ernährungsoptimierung, wenn gewünscht, an Gewicht verlieren. 

Trotzdem ist Kokosöl natürlich kein Allheilmittel und soll als solches auch nicht in den Himmel gelobt werden. 

Prof. Dr. Dr. Michels räumt mit ein paar Mythen auf, das gefällt mir gut. Bedenklich ist jedoch, dass sie mit ihrem Video immer noch die alte, überholte Ernährungslehre und die dahinter stehende Industrie, vertritt. 

 

Ungewöhnlich, dass man auch unter dem YouTube-Video gar keine Kommentare hinterlassen kann, da die Kommentarfunktion deaktiviert wurde.

Ich frage mich, warum wohl?

 

Was ist deine Meinung zu dem Video?

  

Aber was macht die Kokosnuss eigentlich so wertvoll?

Die Kokosnuss ist besonders: ihr Fettanteil von 37% ist geringer als der in anderen Nüssen. Obwohl die gesättigten Fettsäuren den Hauptanteil haben, kann das Kokosfett unseren Stoffwechsel positiv beeinflussen. Das liegt an den überwiegend mittelkettigen Fettsäuren, vor allem der Laurinsäure. Dieses erhöht das vorteilhafte HDL-Cholesterin (HabDichLieb-Cholesterin), welches vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen soll.

Außerdem enthält die Kokosnuss spezielle, dem Vitamin E ähnliche Antioxidantien und wichtige Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Zink.

 

Kokosöl ist zudem sehr leicht verdaulich, reguliert die Blutfettspiegel, wirkt antimikrobiell (innerlich und äusserlich) und führt so gut wie nie zu Übergewicht.

 

Was ist deine Erfahrung mit Kokosöl?

 

Ich bin gespannt auf dein Feedback!

 

Als Ernährungsberaterin und Fitnesspassionata sind für mich Ernährung & Bewegung Teamplayer und untrennbar verbunden, daher bekommst du in meinem nächsten Blog mein Bewegungstipp für diese Woche.

 

 


Bitte beachte: Meine Artikel hier im Blog können keinen Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker ersetzen.

Meine Blogartikel berichten nur von meinen persönlichen Erfahrungen! 


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